Deine wöchentliche Ration.........Klimaschutz

Hallo,
in dieser Ausgabe schicken wir dir eine „wöchentliche Ration Klimaschutz“.
Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist in Artikel 20a des Grundgesetzes festgehalten und folgt damit auf die Grundrechtsartikel 1-19. Der Artikel gehört zwar nicht mehr zu unseren Grundrechten, steht aber trotzdem in unserem Grundgesetz.

Aus Artikel 20a GG folgt, dass der Staat zu Klima- und Umweltschutz verpflichtet ist. Wie gefährdet die natürliche Lebensgrundlage ist und wie sich das zum Beispiel auf einige europäische Städte auswirkt, erfährst du in der heutigen Ausgabe der wöchentlichen Ration. Darum ist es wichtig, dass die Regierung auf die Ziele in Artikel 20a pocht! Du erfährst außerdem interessante Fakten zum Klimawandel, kannst Beispiele hören, wie du selbst die Umwelt schützen kannst und erfahren, welche Argumente aus Sicht von Klimaschützer*innen gegen eine Kaufprämie für Autos mit Verbrennungsmotoren im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets gesprochen haben.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Anschauen, Anhören und Ausprobieren!

Bis nächste Woche zu einer weiteren wöchentlichen Ration, in der es um Deutschland als Sozialstaat gehen wird.

 

Deine Mitarbeitenden des Fachbereichs Jugend und Politik

Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg


Erklärvideo der Woche:

Die Pole schmelzen, in Australien brennen ganze Landstriche, der Meeresspiegel steigt, Treibhauseffekt, CO2-Emissionen, Massentierhaltung... Alle reden über das Klima. Unser Erklärvideo der Woche gibt dir einen Überblick über die wichtigsten Begriffe und Fakten zum Thema Klimakrise und Klimaschutz:

https://www.youtube.com/watch?v=ZJFLNvEMruk


Bild der Woche:

Eine der wohl schlimmsten Folgen des Klimawandels ist der Anstieg des Meeresspiegels, der in Zusammenhang mit der weltweiten Erderwärmung steht. Schon bald könnten Inselgruppen oder Städte überflutet sein. Das Bild der Woche zeigt eindrucksvoll, wie die Stadt London bei einem globalen Temperaturanstieg von 4 Grad Celsius aussehen könnte.

Auf dieser Website findest du außerdem viele weitere interaktive Bilder von bekannten Städten. Es gibt dort einen Regler, den du verschieben kannst, um so die Veränderungen der Städte zwischen einer Erderwärmung von 2 bis zu 4 Grad Celsius zu sehen:

©Nickolay Lamm / Climate Central


Spiel der Woche:

Die Zeit wird knapp, um den Klimawandel noch einzudämmen. Genau das ist deine Aufgabe im Minigame „Time's running out“. Schaffst du es, alles Nötige zu tun, um den Klimawandel zu stoppen? Du musst Strom sparen, Geräte reparieren und demonstrieren und das immer gegen die Uhr!

https://whistler.itch.io/times-running-out?password=KatharinaVonBora


Podcast der Woche:

Diese Woche richtet sich unser Podcast vor allem an unsere jüngeren Hörer*innen. Aber keine Sorge, auch die Älteren können hier noch etwas lernen. Du begleitest Olga auf ihrem Weg zu mehr Klimaschutz. Sie hat viele gute Ideen, was sie tun kann, um die Umwelt zu schützen, allerdings stößt sie dabei auch auf einige Hindernisse:

https://www.br.de/mediathek/podcast/radiomikro/olgas-oeko-tagebuch-klimaschutz-ist-gar-nicht-so-einfach/1711156


Mini-Activity der Woche:

Um die Umwelt nicht zu zerstören, dürfen wir nur soviel verbrauchen, wie auch wieder nachwachsen kann. Das nennt sich ökologische Nachhaltigkeit. Weißt du, ob dein Verbrauch und Konsum zur Zeit nachhaltig sind? Hier kannst du einen Test machen, der deinen "ökologischen Fussabdruck" misst, also wie stark sich dein Verhalten auf die Erde auswirkt:

https://www.fussabdruck.de/fussabdrucktest

Hast du etwas Interessantes herausbekommen? Richtig spannend wird es, wenn du deine Eltern, Freund*innen und Geschwister den Test auch noch machen lässt, ihr eure Ergebnisse vergleicht und schaut, was ihr anders machen könnt. #deinewöchentlicheration #klimaschutz #deinfussabdruck


Video der Woche:

In den letzten Wochen wurde im Zuge der Corona-Krise viel über eine sogenannte Kaufprämie für Neuwagen diskutiert. Die sollte dazuführen, dass mehr Menschen neue Autos kaufen und dadurch die Wirtschaft wieder gestärkt wird. Von Umweltschützer*innen wurde das sehr kritisiert, denn neue Autos bedeuten eine noch größere Umweltbelastung. Das steht im Widerspruch zum Ziel die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen. Die Regierung hat sich jetzt gegen eine allgemeine Kaufprämie für Neuwagen entschieden und schlägt nur eine Kaufprämie für Elektroautos vor. In unserem Video der Woche zeigt dir Franz Hubraum die Autos, die er sich von den letzten Kaufprämien gekauft hat. Auf eine humorvolle Art erfährst du, wieso es so viel Diskussion um Kaufprämien für Neuwagen gegeben hat:

https://www.youtube.com/watch?v=ivppTj7k_Ik


Quiz der Woche:

Du hast Fridays for Future quasi mitgegründet und kennst dich aus in Sachen Klimawandel? Dann zeig uns, ob eine Klimaexpert*in in dir steckt! 

https://kurzelinks.de/342u


Interview der Woche: 

Legal mit dem Fahrrad über eine rote Ampel fahren - mit Critical Mass geht das in Ordnung. Dabei nutzen Radfahrer*innen den §27 der Straßenverkehrsordnung, der ihnen ab 15 Teilnehmer*innen die Rechte eines einzelnen Fahrzeugs einräumt. Damit dürfen die Fahrrad-Aktivist*innen, auch wenn eine Ampel schon rot zeigt, noch ihren Vorfahrer*innen folgen.

Diese gemeinsamen Fahrten finden deutschlandweit jeden Monat statt - einer der Teilnehmer*innen ist Tobias Behling, der Teil von Critical Mass in Stuttgart ist und hier unsere Fragen beantwortet.

1. Was ist Critical Mass?

Die Critical Mass ist eine Aktionsform, die weltweit Radfahrer*innen scheinbar zufällig und unorganisiert auf die Straße zur gemeinsamen Ausfahrt durch die Städte bewegt. Es ist keine klassische Demonstration mit Plakaten und Slogans, sondern die Radfahrer*innen erzeugen durch ihre Anwesenheit selbst für einen Moment eine perfekte Welt und zeigen wie die Städte mit weniger Autos und mehr Radverkehr aussähen. Außerdem hat die Critical Mass eine sehr starke Fahrrad-Community in den Städten etabliert, die sowohl politische als auch kulturelle Projekte hervorgebracht hat. Die Critical Mass wirkt somit in viele Richtungen: Nach innen wird eine starke Fahrrad-Community gebildet, nach außen wird durch Vorleben zum Nachahmen aufgefordert und in Richtung Politik wird gezeigt, dass der gesellschaftliche Wille zur Mobilitätswende [also die Entwicklung hin zu einem nachhaltigeren Verkehrssystem] längst existiert.

2. Was hat Critical Mass mit Klimaschutz zu tun?

Radfahren ist neben dem öffentlichen Nahverkehr und klimaneutralen Antrieben ein wesentlicher Bestandteil der sogenannten Mobilitätswende, welche wiederum ein Teil der gesellschaftlichen Aufgabe des Klimaschutzes ist. Dabei benutzt die Critical Mass nicht den moralische Zeigefinger, sondern will zeigen, dass es einfach mehr Spaß macht, mit dem Rad zu fahren als in einem Auto zu sitzen.

3. Wie reagieren Autofahrer*innen auf die Radtouren?

Sie schwanken zwischen Begeisterung, Neid und völligem Unverständnis. Das Unverständnis kommt aber meist daher, dass viele (auch die Radfahrer*innen) in ihrer sozialen Blase leben und man kaum noch miteinander redet. Würde man mehr miteinander reden, könnte man wohl viele Missverständnisse und Ängste aus dem Weg räumen. Die Fronten sind eh nicht so hart, wie die Frage suggeriert, denn: Wir haben ca. 80 Millionen Bürger, aber 76 Millionen Fahrräder und 58 Millionen Autos. Damit sind die meisten sowohl Radfahrer*in  als auch Autofahrer*in.

4. Welchen Rat können Sie jungen Radfahrer*innen mit auf den Weg geben?

Fahrt Rad! Darüber hinaus werde ich den Teufel tun, jungen Radfahrer*innen altkluge Radschläge zu geben. Mit 35 fühle ich mich einfach noch zu jung dafür. Ah, doch: Fahrt bei der Critical Mass mal mit!

 

 

 

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